E sakasaka, untitled [feierabend]

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00:00:01: Jetzt bist du im Raum mit der Installation antitelt Feierabend des Künstler in Duos Saka-Saker, bestehend aus Ajoa Amar und Zeckkorfiger.

00:00:11: Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Übergang zwischen dem Ende eines Arbeitstages und der Zeit danach – den Moment des Feieramens.

00:00:20: Die Künstlern betrachten diesen Augenblick als eine besondere Schwelle, eine Zeit, in der sich der private Alltag mit größeren gesellschaftlichen Geschichten verbindet.

00:00:31: Dabei beziehen Sie sich auf die Arbeitsrhythmen und Erfahrungen der Schwerindustrie im Ruhrgebiet.

00:00:38: Die Installation ist als Treffpunkt am Feierabend inszeniert, sie erinnert an die Verbindung von körperlicher Arbeit- und gemeinsamen Alkoholkonsum, der in vielen Arbeitskulturen auch ein soziales Ritual sein kann.

00:00:52: Gleichzeitig lenkt die Arbeit den Blick auf die körperlichen Erfahrungen von Industriearbeit.

00:01:00: Eine weitere Verbindung stellt das Wortspiel zwischen dem englischen Begriff Spirit und dem deutschen Wort Spritt her.

00:01:08: Während Spirit für Geist oder Lebensenergie steht, bezeichnet Sprit, Alkohol oder auch Kraftstoff.

00:01:15: Diese Verbindungen verknüpfen die KünstlerInnen mit spirituellen Figuren aus dem Bergbau im Ruhrgebiet und in Ghana – wie der heiligen Barbara.

00:01:27: Sie lernen dazu ein, den Moment nach der Arbeit nicht nur als Ende eines Tages zu betrachten sondern als einen Raum in dem vertrautes Interfragt und neue Perspektiven entstehen können.

00:01:40: Der Name Saka-Saka bedeutet in der garnischen Sprache Tschwie – Tausend Füßler.

00:01:46: Gleichzeitig verweist er auf die Praxis Künstlerindos nach den Namen oder Initialen ihrer Mitgliederin zu benennen.

00:01:56: Ajoa Amar arbeitet mit Archiven, Installationen, Sprache und pädagogischen Formaten.

00:02:01: Sie untersucht welche Geschichten Körper- und Orte in sich tragen.

00:02:06: Selkofiga verbindet Performance Textilien und Film um zu erforschen wie Objekte und Räume unsere Erfahrungen prägen.

00:02:16: Gemeinsam beschäftigen sich die Künstlerinnen damit wie Erinnerung Trauer Überleben und Widerstand über Generation weitergegeben und den Orten eingeschrieben werden.

00:02:26: Ihre Arbeiten eröffnen neue Wege, sich mit fragmentierten Geschichten, Ritualen und den Dingen auseinanderzusetzen – die uns mit ihnen verbinden.

00:02:37: Ist der Feierabend wirklich ein privater Moment oder erzählt er auch von gesellschaftlichen Strukturen, Arbeitsbedingungen?