F Katrin Mayer, Garngestalten
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00:00:01: Hier in einem ehemaligen Ladenlokal in der Hansa-Straße zeigt die Künstlerin Katrin Meyer ihre Ausstellung Garngestalten.
00:00:09: Ausgangspunkt für diese Arbeit war ihr Aufenthalt im Haus der Geschichte des Ruhrgebietes in Bochum und ihre Beschäftigung mit Textilgeschichten.
00:00:17: Diese führte sie nach Wuppertal, eines der wichtigsten Zentren der Frühindustrialisierung.
00:00:23: Dort setzte sie sich mit der Jacker Bandweberrei auseinander – einer besonderen Form der Textilproduktion, deren Geschichte bis heute wenig erzählt wird.
00:00:31: Während vor allem Kohle und Stahl die Identität des Ruhrgebiet geprägt haben, erinnert Katrin Meier daran dass auch die Textilindustrie ein wichtiger Teil der regionalen Geschichte ist.
00:00:42: Ihre Recherche führt zu Friedrich Engels in Wuppertal als Sohn eines Textilunternehmers geboren wurde.
00:00:51: Die Arbeitsbedingungen in den dortigen Fabriken prägten seine Beobachtung.
00:01:02: Meier zeigt außerdem, wie eng die Welt der Textilien mit unserer Sprache verbunden ist.
00:01:07: Viele Begriffe Bilder und Metaphern – mit denen die Theoretiker Karl Marx und Friedrich Engels über Arbeit- und gesellschaftliche Zusammenhänge sprechen – stammen aus der Welt des Textilhandwerks und der Produktion.
00:01:20: In ihrer künstlerischen Praxis verbindet Kaptrin Meier historische Recherche mit Installationen und arbeitet häufig mit Archiven.
00:01:28: Sie untersucht, wie sich die Vergangenheit eines Ortes in der Gegenwart zeigt.
00:01:32: Dabei beschäftigt sie sich mit Fragen von Zusammenarbeit, Geschlecht und den Verbindungen zwischen Materialien, Texten und Räumen.
00:01:41: Mit der Ausstellung Garngestalten lädt sie dazu ein, die Geschichte der Region aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten.
00:01:49: Welche Spuren der Textilarbeit prägen unsere Region noch heute?
00:01:53: Und welche Geschichten wurden vergessen?