C Hans Ostapenko mit MNPL, PO-2022
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00:00:01: Vor dir steht ein geschmales Stück Betonmauer.
00:00:04: Auf den ersten Blick erinnert sie an die Berliner Mauer, ihre Reste sind heute noch an vielen Orten in Berlin zu sehen.
00:00:11: Sie stehen für die Teilung Deutschlands und den eisernen Vorhang der Europa über Jahrzehnte trennte.
00:00:18: Die Skulptur trägt den Titel PO- Twenty Two Twenty.
00:00:23: Sie wurde von dem ukrainischen Künstler Hans Osterpenko gemeinsam mit dem Kollektiv MNPL entwickelt.
00:00:32: Doch sie blickt nicht nur in die Vergangenheit.
00:00:34: Sie verbindet die Geschichte der Berliner Mauer mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
00:00:41: Schau dir jetzt die andere Seite des Skulptur an!
00:00:45: Dort siehst du ein Relief aus rautenförmigen Mustern.
00:00:49: Es erinnert an den Betonzaun PO-II, der in den Seventiger Jahren in der Sowjetunion entwickelt wurde.
00:00:57: Solche Zäune prägen bis heute viele Orte im post-Sovietischen Raum.
00:01:02: Für viele Menschen sind sie ein Symbol für Kontrolle, Abgrenzung und fehlender Freiheit.
00:01:09: Mit ihren beiden Seiten macht die Skulptur deutlich dass Mauern und Zäune mehr sind als Bauwerke aus Beton.
00:01:16: Sie können Menschen voneinander trennen, Bewegungsfreiheit einschränken um politische Macht sichtbar machen.
00:01:22: Seit der Annexion, der im Krimm im Jahr zwei tausend vierzehn und dem russischen Angriff auf Ukraine ist die Freiheit des Landes bedroht.
00:01:31: PO-Zwanzigzwanzig greift diese Erfahrung auf und zeigt, wie neue Grenzen entstehen sichtbar und unsichtbar.
00:01:40: Hans Osterpenko ist in der Ukraine aufgewachsen und lebt seit Jahrzehntausendsechs in Dortmund.
00:01:47: In seiner Kunst beschäftigt er sich mit Mauern und Zäunen als Zeichen von Trennung und Zugehörigkeit.
00:01:55: Das ukrainische Kollektiv MNPL erforscht die politische Bedeutung von Architektur und öffentlichem Raum.
00:02:03: Gemeinsam haben sie mit PO- Twenty-Zweinzwanzig eines Kulturgeschaffen, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet und zum Nachdenken über Freiheit und Grenzen anregt.
00:02:16: Welche Mauern und Grenze prägen unsere Gesellschaft heute?
00:02:19: Auch dort wo Sie nicht aus Beton bestehen!