D Joanna Piotrowska, untitled

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00:00:00: Hier in der evangelischen Stadtkirche St.

00:00:02: Petri zeigt Joanna Piotrowska zwei großformatige Textile-Kollagen, die in Polen geborene Künstlerin, die heute in Porto lebt und arbeitet, verbindet dafür vergrößerte fotografische Fragmente mit gebrauchten Tischdecken und Servierten, die sie auf Flohmärkten gefunden hat.

00:00:22: Diese Stoffe rahmen die Fotografien und tragen sichtbare Spuren der Menschen, die Sie einst benutzt haben.

00:00:29: Für Piotrowska sind sie Träger von Erinnerungen und Geschichten, ähnlich wie menschliche Haut die mit der Zeit ihre eigenen Spuren bewahrt.

00:00:37: Im Kirchenraum entfalten die weißen Textilien eine besondere Wirkung.

00:00:42: Zusammen mit den abgebildeten Körpern rufen Sie Assoziation an Reinheit für Sorge, Vergänglichkeit und Tod hervor.

00:00:50: Gleichzeitig hinterfragt die Künstlerin diese vertrauten Bedeutung und Erinnerung.

00:01:02: Im Kirchenraum entfalten die weißen Textilien eine besondere Wirkung.

00:01:06: Zusammen mit den abgebildeten Körpern rufen sie Assoziation an Reinheit, Fürsorge, Vergänglichkeit und Tod hervor.

00:01:14: Gleichzeitig hinterfragt die Künstlerin diese vertrauten Bedeutung – und eröffnet neue Perspektiven auf den Zusammenhang von Körper, Material und Erinnernungen.

00:01:25: Die Fotografie bildet seit vielen Jahren den Ausgangspunkt von Joanna Piotrowskas künstlerischer Arbeit.

00:01:31: Meist in Schwarz-Weiß entwickelt sie sorgfältig inszenierte Bilder, die von den psychologischen und emotionalen Dynamiken menschlicher Beziehungen erzählen.

00:01:41: Häufig spielen ihre Arbeiten in häuslichen Räumen, in denen Gesten Nähe und Distanz eine besondere Bedeutung erhalten.

00:01:50: In ihren jüngeren Arbeiten erweitert Piotrowska diesen Ansatz zu großformatigen vielschichtigen Collagen.

00:01:56: Dafür kombiniert sie unterschiedliche Fotografien – zum Teil auch Bilder aus ihrem eigenen Familienarchiv!

00:02:02: Die entstehenden Bildwelten folgen keine eindeutigen Erzählungen.

00:02:06: Stattdessen sind sie von Traumlogiken und den Ideen des Psychoanalytikers Carl Gustav Jung inspiriert, so entstehen offene Kompositionen die dem betrachtenden Raum für eigene Erinnerung, Assoziation und Deutungen lassen.

00:02:22: Woran denkst du wenn Du die Arbeiten betrachtet?

00:02:25: Vielleicht denkst Du an Deine eigenen Beziehungen zu anderen Menschen, an Vertrauen & Geborgenheit aber auch die Herausforderungen die entstehen können.